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Stundeneinstieg: Frühlingsyoga für die ganze Klasse

Heißen Sie den Frühling jetzt mit Ihrer Grundschulklasse willkommen! Die Yogaübungen zum Stundeneinstieg fokussieren außerdem die Gedanken, beruhigen durch die Atemübungen und erleichtern die Konzentration auf die nachfolgende Stunde. Sie verdeutlichen den ewigen Kreislauf der Jahreszeiten und lassen sich bequem in Alltagskleidung im Klassenzimmer durchführen. Probieren Sie es aus!

Ablauf der Yogaübungen:

Nehmen Sie sich für das Frühlingsyoga beim ersten Mal idealerweise mindestens zehn Minuten Zeit. Wenn Sie den Yoga-Einstieg zum festen Ritual machen (zum Beispiel jeden Montagmorgen), genügen später auch fünf Minuten. Das reicht bei geübten Schülerinnen und Schülern für etwa drei Durchgänge.

Erklären Sie den Kindern zunächst, dass sie zum Stundenbeginn gemeinsam ein kurzes Frühlingsyoga einüben werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich dafür im Klassenzimmer einen Platz suchen, an dem sie möglichst viel Bewegungsfreiheit haben.

Gehen Sie die einzelnen Yoga-Positionen beim ersten Mal gemeinsam durch und machen Sie sie der Reihe nach vor. Die Kinder sollen sie dann nachmachen und halten, während Sie parallel den Text zur jeweiligen Position vorlesen. Achten Sie darauf, dass die Kinder die Positionen richtig ausführen. Einen guten Anhaltspunkt geben Ihnen dabei unsere Illustrationen. Achtung: Bei den ersten Durchgängen können Sie die Atmung erst einmal außen vorlassen, bis die Kinder den Bewegungsablauf verstanden haben.

Führen Sie die Atmung ein, sobald die Kinder den Bewegungsablauf verinnerlicht haben: Die Übungen wechseln dann mit dem Atem, der gleichmäßig ein- und ausgeht wie zur jeweiligen Position beschrieben. Insbesondere die Verbindung von Atmen und Bewegen hat eine beruhigende Wirkung und ist beim Yoga sehr wichtig. Üben Sie immer mindestens zwei oder drei Durchgänge, damit die Kinder ein Gespür für den Fluss der Bewegungen im Kreislauf der Jahreszeiten bekommen können.

Hier können Sie sich die Yoga-Positionen auch gratis zum Ausdrucken herunterladen.

Yoga-Position 1: Der Keimling

  • Ausgangsposition: Die Kinder sitzen in der Hocke. Die Füße stehen parallel. Die Handflächen liegen vor den Füßen parallel auf dem Boden.
  • Lesen Sie: „Den ganzen Winter über schlafen im Boden viele winzig kleine Samen. Im Frühling, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Erde kitzeln und genug Regen gefallen ist, keimen die Samen. Langsam strecken sich die Keimlinge empor.“
  • BEIM AUSATMEN: Lassen Sie die Kinder die Position auf dem Bild einnehmen. Die Beine bleiben leicht angewinkelt. Wer sich nicht so weit strecken kann, darf die Handflächen vom Boden lösen.

 

Yoga-Position 2: Wachsendes Pflanzenkind

  • Lesen Sie: „Die Pflanzenkinder spüren, wie die Sonne auf ihre grünen Triebe fällt. Durstig trinken sie den Regen. Sie wachsen und recken sich dabei der Sonne zu.“
  • BEIM EINATMEN: Lassen Sie die Kinder die Hände vom Boden lösen und sich langsam aus der Wirbelsäule heraus Stück für Stück aufrollen. Die Hände führen sie seitlich ausgestreckt am Körper entlang bis über den Kopf. In der Endposition (wie auf dem Bild) soll zwischen den Händen noch etwa so viel Abstand sein, als würden die Kinder einen großen unsichtbaren Strandball halten. Die Handflächen zeigen nach innen.

 

Yoga-Position 3: Die ersten Seitentriebe

  • Lesen Sie: „Nicht nur nach oben, auch zur Seite, zieht es die kleinen Pflanzen in die Welt. Die ersten Seitentriebe bilden sich.“
  • Beim AUSATMEN: Lassen Sie die Kinder die Position auf dem Bild einnehmen: Die Arme sind seitlich ausgestreckt, das rechte Bein ist angewinkelt. Wenn diese Haltung für ein Kind nicht möglich ist, kann es natürlich auch auf beiden Beinen stehen. Vielleicht möchte es die Position aber vorher dennoch ausprobieren, um seine Balance, wenn möglich, zu schulen.

 

Yoga-Position 4: Neugierig und offen in die Welt hinaus

  • Lesen Sie: „Kleine Pflanzenkinder müssen viel lernen. Denn überall erwacht im Frühling die Welt – und will erkundet werden! Den ganzen Frühling und Sommer wachsen und strecken sich die Pflanzen zur Seite und nach oben, bis weit in den Herbst hinein.“
  • Beim EINATMEN: Lassen Sie die Kinder die Arme und das rechte Bein senken und gerade stehen. Die Wirbelsäule ist gestreckt. Die Schultern sind gerade, locker und entspannt, vgl. Bild.
  • Beim AUSATMEN: Lassen Sie die Kinder Position 3 einnehmen: Diesmal ist aber das andere (linke) Bein angewinkelt.

 

Yoga-Position 5: Schlafenszeit

  • Lesen Sie: „Im Herbst verteilen unsere Pflanzen ihre Samen auf der Erde. Sie wissen, dass bald der Winter kommt. Und dann? Dann ziehen sie sich zurück in die Erde. Schlafenszeit!“
  • Beim EINATMEN: Lassen Sie die Kinder die Arme und das linke Bein senken und gerade stehen. Die Wirbelsäule ist gestreckt. Die Schultern sind gerade, locker und entspannt, vgl. Bild zu Position 4.
  • Beim AUSATMEN: Lassen Sie die Kinder die Position auf dem Bild einnehmen. Dabei bleibt der Rücken diesmal so lange wie möglich gerade. Dann strecken die Kinder die Handflächen auf den Boden. Wer sich nicht so weit strecken kann, darf die Handflächen vom Boden lösen. Die Beine bleiben leicht angewinkelt.
  • Beim EINATMEN: Die Kinder winkeln die Beine an, bis sie in der Hocke sitzen (= Ausgangsposition). Die Füße stehen parallel. Die Handflächen liegen vor den Füßen parallel auf dem Boden.

Jetzt kann der nächste Durchgang beginnen, siehe Position 1.

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